/ 2022-01-19T23:40:30+01:00 news-3347.atom Verkürzte Quarantänefristen sichern Einsatzfähigkeit der kritischen Infrastruktur - 2022-01-10T15:47:56+01:00 2022-01-10T15:49:35+01:00 Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat sich grundsätzlich positiv zu dem Beschlusspapier der MPK geäußert. Mit Blick auf die vorgesehenen verkürzten Quarantänefristen sagte er gegenüber der Rheinischen Post (09.01.2022): „Bund und Länder versuchen einerseits, den Erfordernissen des Infektionsschutzes gerecht zu werden und andererseits die Einsatzfähigkeit der kritischen Infrastruktur in Deutschland zu sichern. Das ist nachvollziehbar und berechtigt. Wichtig ist, die Neuregelung fortwährend zu evaluieren und wenn nötig nachzuschärfen. Gerade bei Menschen, die mit vulnerablen Gruppen in Kontakt kommen, halte ich es für sicherer, die Freitestung ausschließlich mit einem PCR-Test zu ermöglichen, statt auch mit einem Antigen-Schnelltest.“

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat sich grundsätzlich positiv zu dem Beschlusspapier der MPK geäußert. Mit Blick auf die vorgesehenen verkürzten Quarantänefristen sagte er gegenüber der Rheinischen Post (09.01.2022): „Bund und Länder versuchen einerseits, den Erfordernissen des Infektionsschutzes gerecht zu werden und andererseits die Einsatzfähigkeit der kritischen Infrastruktur in Deutschland zu sichern. Das ist nachvollziehbar und berechtigt. Wichtig ist, die Neuregelung fortwährend zu evaluieren und wenn nötig nachzuschärfen. Gerade bei Menschen, die mit vulnerablen Gruppen in Kontakt kommen, halte ich es für sicherer, die Freitestung ausschließlich mit einem PCR-Test zu ermöglichen, statt auch mit einem Antigen-Schnelltest.“

Darüber hinaus forderte Reinhardt dringend bessere Daten über das Infektionsgeschehen. „Wir hätten uns gewünscht, dass sich Bund und Länder mit der noch immer unzureichenden Datenlage über das Infektionsgeschehen befassen. Wir brauchen ein umfassendes und permanent verfügbares Infektions-Lagebild für ganz Deutschland“, sagte er. Andere Länder wie zum Beispiel Großbritannien seien hier schon viel weiter und würden in regelmäßigen Abständen repräsentative Stichproben erheben, die Rückschlüsse auf die Verbreitung bestimmter Virusmutanten in der Bevölkerung oder in bestimmten Bevölkerungsgruppen beziehungsweise Regionen ermöglichen. „Das sollte Vorbild für Deutschland sein“, betonte Reinhardt.

Außerdem appellierte Reinhardt an die Menschen, sich wegen der rasant ausbreitenden Omikron-Variante umgehend impfen oder eine Auffrischungsimpfung geben zu lassen. Wer noch nicht erst- und zweitgeimpft sowie geboostert sei, sollte dies dringend nachholen, sagte er. Zwar schütze auch die Booster-Impfung nicht verlässlich vor einer Corona-Infektion, sehr wahrscheinlich bleibt einem aber ein schwerer Krankheitsverlauf mit Krankenhausaufenthalt oder sogar intensivmedizinischer Behandlung erspart. Auch müssten sich dreifach Geimpfte weiter strikt an die AHA-Regeln halten, um das Virus nicht an die besonders gefährdeten älteren Menschen oder an solche mit Vorerkrankungen weiterzutragen.

news-3348.atom Erhebung weiterer valider Daten zur Omikron-Variante dringend notwendig - 2022-01-11T10:35:19+01:00 2022-01-11T10:36:36+01:00 Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat mehr Sicherheit bei den Antigenschnelltests gefordert. „Wir begrüßen deshalb, dass vom Paul-Ehrlich-Institut eine Übersicht möglichst valider Schnelltests erarbeitet werden soll“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (11.01.2022). Auch forderte er die Entwicklung einer langfristige Corona-Strategie: „Es ist Aufgabe der Bundesregierung, zusammen mit dem Expertenrat im Bundeskanzleramt Konzepte für die weitere Infektionseindämmung zu entwickeln.“

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat mehr Sicherheit bei den Antigenschnelltests gefordert. „Wir begrüßen deshalb, dass vom Paul-Ehrlich-Institut eine Übersicht möglichst valider Schnelltests erarbeitet werden soll“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (11.01.2022).

Auch forderte er die Entwicklung einer langfristige Corona-Strategie: „Es ist Aufgabe der Bundesregierung, zusammen mit dem Expertenrat im Bundeskanzleramt Konzepte für die weitere Infektionseindämmung zu entwickeln.“ Wir brauchen dringend weitere wissenschaftlich valide Daten über Symptomverläufe und Hospitalisierungsraten bei Omikron-Patienten. Ob man diese tatsächlich brauchen werde, hänge maßgeblich davon ab, wie sich die Infektionslage weiterentwickle und welche Gefahr von der Omikron-Variante für das Gesundheitswesens ausgehe.

Laut Reinhardt sind weitere wissenschaftlich valide Daten über Symptomverläufe und Hospitalisierungsraten bei Omikron-Patienten nötig. Man könne sich nicht allein Erfahrungsberichte aus dem Ausland verlassen, sondern müsse auch hier in Deutschland Studien vorantreiben. Die Datenlage über das Infektionsgeschehen in der Bevölkerung sei nach wie vor unzureichend. „Hier müssen Bund und Länder dringen nachbessern“, so Reinhardt.  

news-3349.atom COVID-19: Antikörper­kombination bei Omikron-Variante könnte weniger wirksam sein - 2022-01-12T10:50:02+01:00 2022-01-12T10:57:57+01:00 Die Kombination der beiden Antikörper Casirivimab und Imdevimab (Ronapreve) könnte gegenüber der Omikron-Variante des SARS-CoV-2 weniger effektiv sein. Darauf weisen erste Ergebnisse von In-vitro-Untersuchungen hin, wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einer Mitteilung informieren. Gegenüber anderen sogenannten besorgniserregenden Varianten (VOC), wie der Delta-Variante, bleibe die Kombination offenbar wirksam, heißt es in dem Schreiben, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt.

Berlin/Langen – Die Kombination der beiden Antikörper Casirivimab und Imdevimab (Ronapreve) könnte gegenüber der Omikron-Variante des SARS-CoV-2 weniger effektiv sein. Darauf weisen erste Ergebnisse von In-vitro-Untersuchungen hin, wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einer Mitteilung informieren.

Gegenüber anderen sogenannten besorgniserregenden Varianten (VOC), wie der Delta-Variante, bleibe die Kombination offenbar wirksam, heißt es in dem Schreiben, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt.

Erste Ergebnisse der In-vitro-Messungen der Firmen Roche und Regeneron ergaben demnach eine herab­gesetzte neutralisierende Wirkung der Antikörperkombination Casirivimab/Imdevimab bei der Omikron-Variante.

In den Untersuchungen wurde die Neutralisierungsaktivität gegenüber pseudotypisierten Viruspartikeln (VLPs) getestet, die das gesamte Spike-Protein der Omikron-Variante des SARS-CoV-2 präsentieren. Bei allen anderen VOCs, insbesondere der Delta-Variante, bleibt die neutralisierende Aktivität von Casirivimab/Imdevimab und somit vermutlich auch die Wirkung erhalten.

Laut BMG sollte bei der Entscheidung über den Einsatz von Casirivimab/Imdevimab unter anderem die aktuelle regionale epidemiologische Lage beachtet werden. In Regionen mit zirkulierender Delta-Variante könne man die Antikörperkombination weiterhin entsprechend der Zulassung „großzügig“ anwenden.

Zu beachten seien die individuelle Exposition und das individuelle Risiko einer Infektion mit der Omi­kron-Variante – zum Beispiel bei einer Infektion nach Exposition in einem Virusvariantengebiet oder nach Kontakt mit einem nachweislich mit der Omikron-Variante Infizierten.

Sinnvoll könne das Durchführen von Mutationsanalysen, die die das Vorliegen der Delta-Variante aus­schließen und auf das Vorkommen der Omikron-Variante hinweisen, sein. Bei ungewöhnlich langer Viruspersistenz und Seronegativität sollte die Sequenzierung vor der Verabreichung von monoklonalen Antikörpern abgewartet und den Fall eventuell mit einem Infektiologischen Zentrum diskutiert werden.

Wie das BMG weiter mitteilt, sollen in Deutschland bis Ende Januar 2022 erste Kontingente des Arznei­mittels Xevudy (Sotrovimab) des Unternehmens GlaxoSmithKline bereitstehen. Das Arzneimittel zeige nach derzeitigem Kenntnisstand eine gute Schutzwirkung gegenüber der Omikron-Variante und könne gemäß Zulassung zur Behandlung von COVID-19-Erkrankten angewendet werden. © aks/aerzteblatt.de

news-3350.atom Thüringen: Appell der Landesärztekammer Thüringen: Einrichtungsbezogener Impfpflicht muss allgemeine Impfpflicht folgen - 2022-01-11T11:36:00+01:00 2022-01-12T11:40:39+01:00 Jena - Wiederholt hat sich die Landesärztekammer Thüringen für eine Impfpflicht gegen SARS-CoV-2 ausgesprochen. Dabei hat die Landesärztekammer Thüringen die ab März geltende einrichtungsbezogene Impfpflicht grundsätzlich begrüßt. „Diesem ersten Schritt muss nun aber dringend der zweite folgen! Die Einführung der allgemeinen Impfpflicht darf nicht verschoben, sondern muss zügig vorangetrieben werden“, so die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Ellen Lundershausen.

Jena - Wiederholt hat sich die Landesärztekammer Thüringen für eine Impfpflicht gegen SARS-CoV-2 ausgesprochen. Dabei hat die Landesärztekammer Thüringen die ab März geltende einrichtungsbezogene Impfpflicht grundsätzlich begrüßt. „Diesem ersten Schritt muss nun aber dringend der zweite folgen! Die Einführung der allgemeinen Impfpflicht darf nicht verschoben, sondern muss zügig vorangetrieben werden“, so die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Ellen Lundershausen.

Aus Sicht der Landesärztekammer führt die alleinige Impfpflicht für ausgewählte Personen, die in Einrichtungen der Gesundheits- und Pflegebranche arbeiten, zu unnötigem Druck und könnte angesichts dessen, dass es in Thüringen nach wie vor Regionen mit einer sehr niedrigen Impfquote gibt, zu personellen Problemen in ohnehin vom Fachkräftemangel geprägten Berufsfeldern führen. „Der einrichtungsbezogenen Impfpflicht sollte bald die Debatte um die Einführung der allgemeinen Impfpflicht folgen,“ so die Landesärztekammerpräsidentin.

Darüber hinaus ist die Einführung der allgemeinen Impfpflicht gegen SARS-CoV-2 weiterhin notwendig, um Impflücken zu schließen und eine Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden.

www.laek-thueringen.de

news-3351.atom Nordrhein: Bewegungsmangel bei Kindern: Die Pandemie wirkt wie ein Katalysator - 2022-01-12T11:40:42+01:00 2022-01-12T11:44:45+01:00 Düsseldorf - Geschlossene Schwimmbäder, abgesagte Sportkurse oder wochenlanger Distanzunterricht: Die Coronapandemie hat den Bewegungsmangel bei vielen Kindern und Jugendlichen verstärkt. Im Rahmen ihres Präventionsprogramms Gesund macht Schule haben AOK Rheinland/Hamburg und Ärztekammer Nordrhein nun eine „Bewegungsbox“ konzipiert, die mehr als 130 praxistaugliche Bewegungstipps für Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen und Mitarbeitende im Offenen Ganztag bereithält.

Düsseldorf - Geschlossene Schwimmbäder, abgesagte Sportkurse oder wochenlanger Distanzunterricht: Die Coronapandemie hat den Bewegungsmangel bei vielen Kindern und Jugendlichen verstärkt. Im Rahmen ihres Präventionsprogramms Gesund macht Schule haben AOK Rheinland/Hamburg und Ärztekammer Nordrhein nun eine „Bewegungsbox“ konzipiert, die mehr als 130 praxistaugliche Bewegungstipps für Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen und Mitarbeitende im Offenen Ganztag bereithält.

„Ob Bewegungsmangel, Übergewicht oder ein zu hoher Medienkonsum - die Coronapandemie hat auf bereits bestehende Probleme bei Kindern wie ein Katalysator gewirkt und diese vielfach noch einmal verschärft“, sagt Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. „Mit unserem Präventionsprogramm Gesund macht Schule und unserer neuen ‚Bewegungsbox‘ stehen wir den Schulen mit praktischen und alltagsnahen Tipps zur Seite, um hier aktiv gegensteuern zu können. Wir erreichen in diesem Schuljahr bereits über 300 Grundschulen und würden uns über weitere teilnehmende Grundschulen freuen.“

Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, ergänzt: „Schulen stehen derzeit vor der gewaltigen Herausforderung, Lernstoffdefizite aufholen und gleichzeitig auch die entstandenen gesundheitlichen und psychosozialen Belastungen der Schülerinnen und Schüler auffangen zu müssen. Dabei möchten wir die Lehrkräfte mit unserem neuen Material unterstützen und ihnen zeigen, dass beides, also Lernen und Bewegungsförderung, zusammen möglich ist. Denn die Erfahrung zeigt: Bewegtes Lernen macht nicht nur Spaß, sondern erzielt auch bessere Lernerfolge.“

Das Praxismaterial „Hier bewegt sich was! Praktische Anregungen für eine bewegungsfreudige Schule“ wurde von Uta Lindemann, Sportwissenschaftlerin an der Universität Bielefeld, als Kartenbox konzipiert und bietet Spiel- und Übungsideen zum bewegten Schulalltag, die sich schnell und unkompliziert in Unterricht und Ganztag integrieren lassen. Dazu zählen Anleitungen zu Bewegungs- und Entspannungspausen, Anregungen für den bewegten Fachunterricht in Fächern wie Mathematik und Deutsch, Ideen für Pausenspiele sowie erlebnispädagogische Spiele für Projekt- und Wandertage.

Auch Schulen, die bislang nicht an dem Programm teilnehmen, sollen die Möglichkeit erhalten, das neu entstandene Material kennenzulernen und langfristig in das Programm einzusteigen. Für alle interessierten Schulen sind daher zwei Online-Fortbildungstermine am Mittwoch, den 19. Januar 2022, und Donnerstag, den 27. Januar 2022, jeweils in der Zeit von 19:00 bis 20:30 Uhr angesetzt. Informationen zur Anmeldung und zum Programm unter www.gesundmachtschule.de.

Die Gesundheitsförderung von Grundschulkindern im Blick

Gesund macht Schule erleichtert es Grundschulen seit 20 Jahren, Gesundheitsthemen wie „Menschlicher Körper”, „Bewegung und Entspannung“, „Essen und Ernährung“, „Sexualerziehung“ und „Ich-Stärkung“ in den Unterricht einzubauen. Die Ärztekammer Nordrhein vermittelt dazu Patenärztinnen und Patenärzte als Referenten zur Unterstützung des Unterrichts und − ganz wichtig − auch für die Elternarbeit. Zudem stellen Ärztekammer und AOK Unterrichtsmaterialien und Materialien für die Elternarbeit sowie entsprechende Fortbildungen zur Verfügung.

www.gesundmachtschule.de

www.aekno.de

news-3352.atom Hamburg: Impfangebote wahrnehmen - 2022-01-14T10:31:00+01:00 2022-01-17T10:35:45+01:00 Hamburg - Die Ärztekammer Hamburg ruft die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, die vorhandenen Impfangebote in Arztpraxen und Impfzentren wahrzunehmen. „Es gibt genügend freie Termine. Nutzen Sie das Angebot und lassen Sie sich impfen. Das ist der beste Schutz gegen Corona“, so Kammerpräsident Dr. Pedram Emami.

Hamburg - Die Ärztekammer Hamburg ruft die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, die vorhandenen Impfangebote in Arztpraxen und Impfzentren wahrzunehmen. „Es gibt genügend freie Termine. Nutzen Sie das Angebot und lassen Sie sich impfen. Das ist der beste Schutz gegen Corona“, so Kammerpräsident Dr. Pedram Emami. 

Emami zeigte sich besorgt über Berichte aus Arztpraxen, dass die Nachfrage nach Impfterminen teilweise deutlich zurückgegangen sei. „Wer geimpft werden möchte, bekommt kurzfristig einen Termin, oft noch am selben Tag. Nutzen Sie diese Gelegenheit“, sagte Emami. Auch die insgesamt 27 städtischen Impfzentren böten ausreichend Termine für Impfwillige an. Und allein an diesem Wochenende gebe
es bei 14 Impfstellen die Möglichkeit, sich auch ohne Termin impfen
zu lassen.

Kammerpräsident Emami unterstrich, dass insbesondere die Auffrischungsimpfung einen guten Schutz dagegen biete, schwer an der Omikron-Variante des Coronavirus zu erkranken. Aber auch die erste oder zweite Impfung reduziere die Gefahr schwerer Erkrankungen deutlich. „Wir sollten alles tun, um uns möglichst gut zu schützen und um das Gesundheitssystem zu entlasten. Und dafür ist die Impfung der wichtigste Baustein“, so Emami.  

Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind in Hamburg rund 1,44 Mio. Menschen oder 77,9 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft. Weitere 41.000 Einwohner haben zumindest die erste Impfung erhalten. Die Auffrischungsimpfung haben bisher rund 780.000 Menschen bekommen. Das sind 42,1 Prozent der Bevölkerung und damit deutlich weniger als in den Nachbarländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wo jeweils über 50 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

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news-3353.atom Hessen: „Impfen ist eine ärztliche Aufgabe – das gilt auch für Ärzte im Ruhestand oder in Elternzeit“ - 2022-01-14T10:36:00+01:00 2022-01-17T10:37:57+01:00 Frankfurt - „Die Impfung ist der einzige Weg aus der Pandemie. Daher impfen Ärztinnen und Ärzte seit Monaten mit großem individuellem und zeitlichem Einsatz gegen Corona“, erklärt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen. „Wenn der richtige Impfstoff zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen Ort ist, ist das anstrengend, aber leistbar. Und zwar unter ärztlicher Verantwortung, denn das Impfen ist eine ärztliche Aufgabe.“

Frankfurt - „Die Impfung ist der einzige Weg aus der Pandemie. Daher impfen Ärztinnen und Ärzte seit Monaten mit großem individuellem und zeitlichem Einsatz gegen Corona“, erklärt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen. „Wenn der richtige Impfstoff zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen Ort ist, ist das anstrengend, aber leistbar. Und zwar unter ärztlicher Verantwortung, denn das Impfen ist eine ärztliche Aufgabe.“ Trotz der nach wie vor unzureichenden Lieferungen an Impfstoff und dessen teilweise intransparenter Verteilung seien die Kolleginnen und Kollegen dankenswerter Weise unverändert engagiert, so Pinkowski, Gleichzeitig äußert der Ärztekammerpräsident großes Verständnis für deren Frustration.

Dass die Bundesregierung nun auch nichtärztliche Heilberufe nach einer nur wenige Stunden umfassenden Schulung zur Impfung gegen Corona zulasse, aber verhindere, dass sich approbierte Ärztinnen und Ärzte, die nicht als Vertrags-, Betriebs- oder Privatärzte tätig sind, eigenständig an den Impfungen beteiligten, sei hingegen völlig unverständlich und inakzeptabel, kritisiert Pinkowski. „Damit werden beispielsweise Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand oder in Elternzeit von den Impfungen ausgeschlossen. Eine Fehlentscheidung, die umgehend rückgängig gemacht werden muss!“

Einmal mehr dankt der hessische Ärztekammerpräsident Ärztinnen, Ärzten und den sie unterstützenden Medizinischen Fachangestellten für ihren außerordentlichen Einsatz während der Impf-Kampagne. Dass die Bundesregierung Letzteren eine Corona-Prämie verweigere, sei Ausdruck mangelnden Respekts. Eindringlich fordert Pinkowski die Politik daher auf, ihre Haltung zu überdenken: „Lassen Sie den Medizinischen Fachangestellten die Wertschätzung zukommen, die ihnen zusteht und bewilligen Sie die Corona-Prämie!“

„Gerade die Medizinischen Fachangestellten sind der erste Prellbock im ambulanten Bereich und bekommen täglich von Angesicht zu Angesicht nicht nur Aggressionen zu spüren, sondern werden vielfach auch noch bedroht“, fügt Pinkowski hinzu. „Gerade diese Fachkräfte haben gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der gesamten Corona-Pandemie den Krankenhaussektor vor dem Kollaps bewahrt.“

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news-3355.atom Hesen: Ärztekammerpräsident begrüßt geplantes Hessisches Landesamt für Gesundheit - 2022-01-13T10:00:00+01:00 2022-01-17T10:42:24+01:00

Frankfurt - Als sinnvoll und richtig begrüßt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen, die von Sozialminister Kai Klose angekündigte Einrichtung eines Hessischen Landesamtes für Gesundheit. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) nicht nur für den Infektions- und Katastrophenschutz ist. Auch für andere Aufgaben, wie zum Beispiel Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien, Kita- und Schuleingangsuntersuchungen oder Kontroll- und Überwachungsaufgaben im Bereich der Krankenhaushygiene – spielt der ÖGD eine zentrale Rolle“; betont Pinkowski.

Der hessische Ärztekammerpräsident hatte das Land Hessen bereits auf der Delegiertenversammlung der Kammer im November 2021 aufgefordert, ernsthaft über die Einrichtung eines Landesgesundheitsamtes nachzudenken.  Die damals ausgelaufene epidemische Lage von nationaler Tragweite habe keineswegs zu einer einheitlichen Vorgehensweise in Deutschland geführt, noch nicht einmal in Hessen, da jedes Gesundheitsamt seine eigenen Regeln und Vorgehensweisen entwickelt  und verfolgt habe. "Das war beispielsweise für Eltern mit Kindern, die in unterschiedlichen Gebietskörperschaften zur Schule gehen, nicht nachvollziehbar", kritisierte Pinkowski im November.

Dass das neue, für 2023 geplante Landesamt künftig die Zuständigkeiten für den öffentlichen Gesundheitsdienst bündeln soll, die derzeit beim Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG), beim Regierungspräsidium Darmstadt sowie beim Sozialministerium selbst liegen, sei ein Fortschritt. „Damit befindet sich die Zuständigkeit und Steuerungsfunktion  in einer Hand, was die Arbeit der Gesundheitsämter hoffentlich vereinfachen wird", so Pinkowski. Zugleich werde der Öffentliche Gesundheitsdienst durch die neue Behörde gestärkt.

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news-3354.atom Bremen: MFA verdienen mehr öffentliche Wertschätzung - 2022-01-13T10:39:00+01:00 2022-01-17T10:40:47+01:00 Bremen - Dr. Johannes Grundmann, der Präsident der Ärztekammer Bremen, kritisiert die Absage aus dem Bundesgesundheitsministerium, den Medizinischen Fachangestellten eine staatlich finanzierte Corona-Prämie zu zahlen. „Ein Corona-Bonus von staatlicher Seite wäre mehr als überfällig gewesen“, sagt Grundmann. „Die Medizinischen Fachangestellten sind seit Beginn der Pandemie unermüdlich im Einsatz. Sie verdienen viel mehr öffentliche Wertschätzung.“

Bremen - Dr. Johannes Grundmann, der Präsident der Ärztekammer Bremen, kritisiert die Absage aus dem Bundesgesundheitsministerium, den Medizinischen Fachangestellten eine staatlich finanzierte Corona-Prämie zu zahlen. „Ein Corona-Bonus von staatlicher Seite wäre mehr als überfällig gewesen“, sagt Grundmann. „Die Medizinischen Fachangestellten sind seit Beginn der Pandemie unermüdlich im Einsatz. Sie verdienen viel mehr öffentliche Wertschätzung.“

Der Vorstand der Ärztekammer Bremen hatte sich im Dezember für einen staatlich finanzierten Corona-Bonus für Medizinische Fachangestellte ausgesprochen. Die Pandemie werde gemeinsam von allen medizinischen Berufen bekämpft, so der Vorstand. Für die Entlastung der Kliniken in der vierten Welle müssten derzeit viele Patienten im ambulanten Bereich versorgt werden. Dafür setzten sich die MFA in besonderem Maße ein, auch durch ihr Engagement bei der hohen Zahl der Impfungen.

Umso enttäuschter zeigte sich Johannes Grundmann nun von der Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums. „Die Medizinischen Fachangestellten arbeiten schon lange am Limit und weit darüber hinaus“, sagt Grundmann. „Sie leisten täglich Herausragendes in der Versorgung von Millionen Patientinnen und Patienten.“ Ihnen den staatlich finanzierten Bonus zu verweigern, zeuge von mangelndem Respekt vor dieser systemrelevanten Arbeit.

Johannes Grundmann: „Ich fordere die Bunderegierung auf, ihre Haltung zu überdenken und den Medizinischen Fachangestellten die Wertschätzung zukommen zu lassen, die sie verdienen und die ihnen zusteht.“

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news-3357.atom Allgemeine Impfnachweispflicht ist Ultima Ratio - 2022-01-17T10:58:45+01:00 2022-01-17T11:01:38+01:00 In der Debatte über eine Impfnachweispflicht hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor einem Impfzwang gewarnt. Wer den Impfnachweis nicht erbringe, müsse mit Restriktionen rechnen „Er darf aber nicht zur Impfung gezwungen werden. Dies würde auch dem ärztlichen Berufsethos fundamental widersprechen“, sagte Reinhardt dem Magazin Der Spiegel (15.01.2022).

Berlin - In der Debatte über eine Impfnachweispflicht hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor einem Impfzwang gewarnt. Wer den Impfnachweis nicht erbringe, müsse mit Restriktionen rechnen „Er darf aber nicht zur Impfung gezwungen werden. Dies würde auch dem ärztlichen Berufsethos fundamental widersprechen“, sagte Reinhardt dem Magazin Der Spiegel (15.01.2022).

Unbestritten sei, dass Impfungen trotz der zu beobachtenden Impfdurchbrüche das wirksamste Instrument zum Schutz vor schweren Verläufen und zur Eindämmung der Infektionszahlen seien. „Aus diesem Grund müssen wir jetzt alle Möglichkeiten für eine Grundimmunisierung inklusive der zusätzlichen Auffrischimpfung der Erwachsenenbevölkerung in Deutschland nutzen“, erklärte Reinhardt. Dazu gehöre auch, die Möglichkeit einer verfassungsrechtlich gut abgesicherten und gesellschaftlich tragfähigen allgemeinen Impfnachweispflicht zu schaffen. Diese Impfnachweispflicht sei eine „Ultima Ratio“, die in der Abwägung zwischen dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen und dem Gesundheitsschutz gerade vulnerabler Gruppen gerechtfertigt sein könne. Jedenfalls dann, wenn es anders in den nächsten Wochen nicht gelingen sollte, die Impfquote zu steigern.

Sinnvoll wäre zudem die Schaffung eines bundesweiten Impfregisters – nicht nur im Zusammenhang mit der Impfnachweispflicht, sondern auch für die gezielte direkte und kultursensible Ansprache aller nicht geimpften Bürgerinnen und Bürger im Rahmen von Informationskampagnen. Auch die vielfältigen Informationsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke seien bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Gerade über diese Kanäle ließen sich junge Menschen leicht erreichen und mit guten Argumenten von einer Impfung überzeugen, so der BÄK-Präsident Reinhardt.